Rückblick auf TB-Rennen

Vor rund 15 Monaten hatte ich in der Familie mal ein TB-Rennen angeregt. Einerseits um mal die Möglichkeiten von tb-run ausprobieren und andererseits um meine Lieben etwas mehr fürs Geocaching zu begeistern.

Jeder übernahm die Patenschaft über eine pure.Geocoin und befestigte einen kleinen Gegenstand daran. Mitte Oktober 2009 setzten wir dann unsere fünf Reisenden mit einem zweisprachigen Info-Anhänger in einem Cache gemeinsam aus. Sieger würde, wessen Coin die meisten Kilometer zurücklegen würde. Was dann so passierte, läßt sich wohl als Querschnitt durch die Welt der tracking items bezeichnen:
TB372AG (Der Blaue) ist nach 8 Monaten in Ostfriesland verloren gegangen. (5. Platz mit 912 km, vermisst)
TB35BV0 (Der Grüne) hat sich überwiegend im Rhein/Ruhr-Gebiet herum getrieben, zwischendurch mal einen Abstecher nach Hamburg unternommen und steckt nun in Nord-Holland fest. (4. Platz mit 1.129 km, aktiv)
TB3725N (Der Orange) nahm zunächst Kurs Süddeutschland und befindet sich seit Oktober 2010 (hoffentlich noch) in einem Rätselcache in Thüringen. (3. Platz mit 1.169 km, aktiv)
TB372FX (Der Silberne) hat kurz vor Renn-Ende ein Event in Hildesheim besucht und ist danach nicht wieder aufgetaucht. Das finde ich ganz besonders ärgerlich. Gerade auf Geocaching-Events sind doch die Leute, die mit Reisenden umsichtig umgehen sollten. (2. Platz mit 2.112 km, vermisst)
TB2VVXA (Der Goldene) ist leider schon zum Jahreswechsel 2009/2010 verloren gegangen. So ein frühes Ausscheiden wäre natürlich besonders unerfreulich – also habe ich im April 2010 eine laminierte Kopie ausgesetzt. Danach lief dieser Teilnehmer erstaunlich gut, derzeit überwintert er bei einem norwegischen Cacher (1. Platz mit 2.530 km, aktiv)

Drei von fünf Reisenden sind also während des Rennens verloren gegangen. Absolut überwiegend haben sich die fünf Renn-Teilnehmer in Deutschland aufgehalten und haben nur selten große km-Sprünge absolviert. Das deckt sich mit der vielgeäußerten Behauptung, dass Missionen nur selten beachtet werden. Da wäre bestimmt ein schnelleres und weiteres Vorankommen möglich gewesen.

Auf tb-run.com konnten die Teilnehmer auf einer Karte nachverfolgen, wo ihre Reisenden gerade sind und an welcher Rennposition sie sich befinden.

Bei den Spielregeln zeigt sich tb-run derzeit noch etwas eintönig. Kilometer sammeln oder als Erstes einen bestimmten Cache erreichen sind momentan die einzigen Varianten. Für das 4. Quartal 2010 sind noch zwei weitere Optionen angekündig. Vielleicht kommen die ja bald, dann besteht hier etwas mehr Vielfalt. Gar nicht möglich sind Sonderpunkte z.B. für besuchte Länder, Cachetypen, Anzahl der besuchten Caches usw. Aber das kann ja noch werden. Trotzdem ist tb-run eine prima Plattform, um ohne großen Aufwand ein TB-Rennen laufen zu lassen.

Und die Familie? Die hat die Reise ihrer Reisenden zwar mehr oder weniger aufmerksam verfolgt, aber meine Begeisterung fürs Geocaching ist dabei nicht übergesprungen. Macht nichts, Spaß hat es trotzdem gemacht.

Und zum Schluss noch vielen Dank an alle Cacher, die die fünf Rennteilnehmer im Sinne der Veranstaltung weitergetragen haben.

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Rettungsdienst

Einen tollen neuen Service haben die Macher von tb-run erschaffen: tb-rescue. Besitzer von in Caches stecken gebliebenen Coins und TBs können darüber einen Hilferuf senden. Anderen Cacher können diesem Ruf folgen und den Reisenden retten. Ich habe mich dort gleich mal angemeldet und meine Homezone als Rettungsgebiet eingetragen.

Wenn – wie derzeit wieder mal bei mir – Trackables jedoch in den Händen eines Cachers festhängen, hilft dieses System leider nicht weiter. Dann hilft nur ein beharrlich- freundliches Kontaktieren mit der Bitte, die Coin oder den TB doch baldmöglichst wieder auszusetzten. Bislang hat das immer zum Erfolg geführt – ist aber mühsam.

Beide Methoden helfen leider nicht weiter im Fall von Trackable-Klau. Dafür müsste man wohl RFID-Chips verbauen. Aber wer will das schon.

Sehr ärgerlich

Beim Project GAME bekam jeder angemeldete Besucher ein Begrüßungspaket unter anderem mit einem Gutschein über einen Travelbug am Garmin-Stand. Nach einer gefühlten Wartezeit von einer Stunde bekam man dann den TB überreicht. Dass der TB Garmin als Werbeträger für das sog. GPS-Festival dient, fand ich nicht weiter tragisch. Einem geschenkten Gaul schaut man halt nicht ins Maul.

Sehr ärgerlich finde ich aber, dass der TB bereits auf die Veranstalter des GPS-Festivals registriert ist und ich gar nicht neuer Eigentümer des TBs bin. Also habe ich eine Stunde für einen Werbeartikel angestanden. Bei mir löst das jetzt gerade keinen positiven Werbeeffekt aus.