Ein langer Weg …

Geocoins. So mancher kann damit gar nichts anfangen (O Glücklicher!) und manche sind fasziniert von ihnen (O Abhängige!). Ich zähle wohl zur zweiten Gruppe. Anfangs habe ich sie grundsätzlich auf die Reise geschickt, weil ich mich auch selber gefreut habe und immer noch freue, wenn ich in freier Wildbahn eine Coin entdecke und ein Stück mitnehmen darf. Doch dann fielen mir immer öfter kleine Schmuckstücke auf, die man unmöglich auf die Reise schicken kann. Also entstand im Laufe der Zeit eine kleine feine Sammlung. Zu meinen reisenden Coins muss ich leider regelmäßig Kopien produzieren, um sie dann wieder los zu schicken.

cache 'n' bike GeoKretParallel dazu entstand in mir der Wunsch, auch eigene Coins auszusetzen. Da kam mir das Projekt geokrety.org sehr gelegen, bei dem nunmehr über 50 Krets von mir registriert sind. Zufällig bin ich auf einen amerikanischen Anbieter von sogenannten wooden coins gestoßen, der kleine Lindenholz-Scheiben mit Laser beschriftet. Dort habe ich mir einen Stapel hölzerner Coins nach meinen Vorstellungen fertigen lassen, die nun als KretyCoins unterwegs sind.
GeoCoins.net Trackable Token GeocoinEbenfalls gab es dort bei GC trackbare Alu-Coins, die man mit einem eigenen Schriftzug und einer Grafik aus einer vorgegebenen Auswahl versehen lassen konnte. Eigene Bilder waren dort aber nicht möglich und irgendwie fühlen sich diese Alu-Chips auch nicht wie Geocoins an. (Den Anbieter gibt es nicht mehr.)

My Personal GeocoinNicht wesentlich später kamen Sepp&Berta mit mypersonalgeocoin.de auf dem Markt. Das Ergebnis kam dem Wunsch nach einer eigenen Coin schon ziemlich nahe, aber es war eben auch „nur“ ein eigenes Bild auf einem vorgegebenen Rohling.

Um mir den blödsinnigen Gedanken von einer „richtigen“ Coin endgültig aus dem Kopf zu schlagen, beschloss ich dann, einfach mal bei einem der einschlägigen Coin-Händler anzufragen und dann mit der Rückmeldung und der damit verbundenen finanziellen Forderung dieses Hirngespinst endgültig zu begraben

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Rückblick auf TB-Rennen

Vor rund 15 Monaten hatte ich in der Familie mal ein TB-Rennen angeregt. Einerseits um mal die Möglichkeiten von tb-run ausprobieren und andererseits um meine Lieben etwas mehr fürs Geocaching zu begeistern.

Jeder übernahm die Patenschaft über eine pure.Geocoin und befestigte einen kleinen Gegenstand daran. Mitte Oktober 2009 setzten wir dann unsere fünf Reisenden mit einem zweisprachigen Info-Anhänger in einem Cache gemeinsam aus. Sieger würde, wessen Coin die meisten Kilometer zurücklegen würde. Was dann so passierte, läßt sich wohl als Querschnitt durch die Welt der tracking items bezeichnen:
TB372AG (Der Blaue) ist nach 8 Monaten in Ostfriesland verloren gegangen. (5. Platz mit 912 km, vermisst)
TB35BV0 (Der Grüne) hat sich überwiegend im Rhein/Ruhr-Gebiet herum getrieben, zwischendurch mal einen Abstecher nach Hamburg unternommen und steckt nun in Nord-Holland fest. (4. Platz mit 1.129 km, aktiv)
TB3725N (Der Orange) nahm zunächst Kurs Süddeutschland und befindet sich seit Oktober 2010 (hoffentlich noch) in einem Rätselcache in Thüringen. (3. Platz mit 1.169 km, aktiv)
TB372FX (Der Silberne) hat kurz vor Renn-Ende ein Event in Hildesheim besucht und ist danach nicht wieder aufgetaucht. Das finde ich ganz besonders ärgerlich. Gerade auf Geocaching-Events sind doch die Leute, die mit Reisenden umsichtig umgehen sollten. (2. Platz mit 2.112 km, vermisst)
TB2VVXA (Der Goldene) ist leider schon zum Jahreswechsel 2009/2010 verloren gegangen. So ein frühes Ausscheiden wäre natürlich besonders unerfreulich – also habe ich im April 2010 eine laminierte Kopie ausgesetzt. Danach lief dieser Teilnehmer erstaunlich gut, derzeit überwintert er bei einem norwegischen Cacher (1. Platz mit 2.530 km, aktiv)

Drei von fünf Reisenden sind also während des Rennens verloren gegangen. Absolut überwiegend haben sich die fünf Renn-Teilnehmer in Deutschland aufgehalten und haben nur selten große km-Sprünge absolviert. Das deckt sich mit der vielgeäußerten Behauptung, dass Missionen nur selten beachtet werden. Da wäre bestimmt ein schnelleres und weiteres Vorankommen möglich gewesen.

Auf tb-run.com konnten die Teilnehmer auf einer Karte nachverfolgen, wo ihre Reisenden gerade sind und an welcher Rennposition sie sich befinden.

Bei den Spielregeln zeigt sich tb-run derzeit noch etwas eintönig. Kilometer sammeln oder als Erstes einen bestimmten Cache erreichen sind momentan die einzigen Varianten. Für das 4. Quartal 2010 sind noch zwei weitere Optionen angekündig. Vielleicht kommen die ja bald, dann besteht hier etwas mehr Vielfalt. Gar nicht möglich sind Sonderpunkte z.B. für besuchte Länder, Cachetypen, Anzahl der besuchten Caches usw. Aber das kann ja noch werden. Trotzdem ist tb-run eine prima Plattform, um ohne großen Aufwand ein TB-Rennen laufen zu lassen.

Und die Familie? Die hat die Reise ihrer Reisenden zwar mehr oder weniger aufmerksam verfolgt, aber meine Begeisterung fürs Geocaching ist dabei nicht übergesprungen. Macht nichts, Spaß hat es trotzdem gemacht.

Und zum Schluss noch vielen Dank an alle Cacher, die die fünf Rennteilnehmer im Sinne der Veranstaltung weitergetragen haben.

Ein Päckchen voll mit Coins

Heute konnte ich endlich bei der Post mein Päckchen aus den USA abholen.
Schon vor einiger Zeit hatte ich mit eigenen Coins geliebäugelt, aber die reguläre Variante ist mir einfach zu teuer. Also habe ich mir bei geocoins.net eine Auflage von 50 eigenen Holzcoins herstellen lassen, die nun künftig als GeoKrets auf die Reise gehen werden.

Das erste Exemplar darf übrigens frei discovered werden (XPFBR7). In Gegensatz zu den GC-trackables ist man bei GeoKrety da etwas großzügiger…

Eigene kretyCoin

Wen die Coins bei unserem dosensuchenden Hobby nicht völlig kalt lassen, hat bestimmt zumindest schon mal über eine eigene Coin nachgedacht. Mir ging es zumindest so. Auf den einschlägigen Shop-Seiten wie z.B. bei Sepp und Berta wird dann auch gleich erklärt, was der Spaß so kosten könnte. Abhängig vom Erfolg der Coin ist das wirtschaftliche Risiko zwar durchaus überschaubar, aber es übersteigt dennoch ganz klar mein Budget.

Seit Rehwalds Artikel über Selfmade Trading Items geistert bei mir der Gedanke umher, diese selbstgemachten Coins mit geokrety.org zu verknüpfen, um die Dinger trackbar zu machen. Bislang ist dies aber an meinen künstlerisch/handwerklichen Fähigheiten gescheitert. Nun bin ich aber über einen Artikel über Holzcoins oder woodennickels gestolpert und überlege nun ernsthaft, es mal mit professionell gelaserten Holzscheiben zu probieren. Ob es vergleichbare Anbieter auch in D gibt?

Rettungsdienst

Einen tollen neuen Service haben die Macher von tb-run erschaffen: tb-rescue. Besitzer von in Caches stecken gebliebenen Coins und TBs können darüber einen Hilferuf senden. Anderen Cacher können diesem Ruf folgen und den Reisenden retten. Ich habe mich dort gleich mal angemeldet und meine Homezone als Rettungsgebiet eingetragen.

Wenn – wie derzeit wieder mal bei mir – Trackables jedoch in den Händen eines Cachers festhängen, hilft dieses System leider nicht weiter. Dann hilft nur ein beharrlich- freundliches Kontaktieren mit der Bitte, die Coin oder den TB doch baldmöglichst wieder auszusetzten. Bislang hat das immer zum Erfolg geführt – ist aber mühsam.

Beide Methoden helfen leider nicht weiter im Fall von Trackable-Klau. Dafür müsste man wohl RFID-Chips verbauen. Aber wer will das schon.

Noch mehr Coins

Und noch ein Päckchen ist eingetroffen. Diesmal aus der Schweiz von Ernie. Dort hatte ich seine neuen plain geocoins entdeckt. Die Idee, eine Coins aus absolut wesentliche zu vereinfachen gefiel mir sehr gut. Als i-Tüpfelchen ist das Leatherman-Geocaching-Logo aus bunt durchscheinenden Punkten eingefügt.

plain geocoin

Im Rahmen einer Wundertütenaktion waren in dem Päckchen auch noch di li cang bao Coin, eine tn/ln geocoin und noch die se Version der plain Geocoin dabei.