Mein Log zum Project Glück Auf 2016

Ein großes Event ganz in der Nähe und auch noch auf so einem interessanten Gelände? Das waren für mich vor gut einem Jahr genug Gründe, um mich anzumelden. Außerdem hatte ich vor einiger Zeit schon die Gelegenheit, den Vorstand vom GCV Ruhrgebiet kennen zu lernen und war mir daher sicher, dass hier ein spannendes Event auf die Beine gestellt werden würde.

Anreise
Da im Eintritt schon die Fahrkarte für den örtlichen Verkehrsverbund VRR enthalten war, habe ich gerne darauf zurück gegriffen und bin am Eventtag mit der Bahn angereist. Im Zug habe ich schon eine Cacherkollegin aus Köln getroffen.
Direkt am Haupteingang zur Zeche Zollverein liegt eine Straßenbahnhaltestelle mit Verbindung zum Hauptbahnhof Essen und nicht allzu weit weg liegt die S-Bahn-Haltestelle Zollverein Nord. Von dort waren es nur wenige Minuten Fußmarsch bis zum Eventgelände.

Anmeldung
Wir waren kurz nach 9 Uhr auf Zollverein angekommen. Aus Erfahrung mit früheren Events ging unser erster Gang direkt zur Anmeldung. Dort war zu diesem Zeitpunkt von einer Schlange noch nichts zu sehen und ich konnte direkt an den Schalter gehen und meine vorbestellte Coin und das obligatorische Armbändchen in Empfang nehmen.

Erstes Erkunden
Nun hatten wir erst mal etwas Zeit, um das Gelände zu erkunden und dabei schon ein paar Labcaches zu lösen. Die Fragen waren meist sehr einfach zu lösen und daher 100% Giga-kompatibel. Diese Cacheart hat sich für große Veranstaltungen etabliert und eignet sich prima, um Cachern die Umgebung zu zeigen. Leider wurde der Chirp wohl von der Bühnentechnik gestört, so dass meine frisch heruntergeladene App nichts empfangen konnte. Die abgestellten Helfer für diese Station hatten aber eine schöne Ersatzlösung gefunden.😉
Das Event-Log“buch“ war kaum zu übersehen. Eine große Lore konnte mit Lackstiften beschriftet werden – eine tolle Idee!

Händlermeile
Inzwischen war auch die Händlermeile geöffnet. Obwohl die Halle mit den Verkaufsständen schon recht groß dimensioniert war, ließ sich die Luft darin schon schneiden, als wir dort eintraten. An den Ständen selbst war das übliche Gedrängel, an kaum einem Stand konnte man direkt an die Auslage, sondern musste immer erst eine Weile warten, bis man sich nach vorne gearbeitet hatte. Trotz des reichhaltigen Angebots habe ich außer einem Satz Aufkleber für Cachebehälter nichts gefunden, was ich dringend benötigen würde. Da hat bei mir schon vor einiger Zeit eine gewisse Sättigung eingesetzt. Und das ist auch gut so.😉 In dem Gewusel hatte ich dann auch meine Kölner Begleitung verloren.

Zug verpasst und Führung Kokerei
Bei den Ständen habe ich dann soviel Zeit verbracht, dass ich leider die Abfahrt des Dampfzugs verpasst habe. Auch wenn meine aktive Eisenbahnleidenschaft schon eine ganze Weile her ist, hätte ich den Museumszug schon gerne in Aktion gesehen.
Zu meiner anschließenden Führung durch die Kokerei war ich aber dennoch pünktlich. Bei meinem letzten Besuch auf Zollverein hatte ich schon diese imposante Anlage bewundert und nun bekam ich sie auch von einem kompetenten und charmanten Führer erklärt und gezeigt. Der Weg über die Anlage hat sich gelohnt.

Bummel über das Gelände
Im Anschluss bin ich nochmal um die Kokerei gezogen und habe mich gemeinsam mit vielen anderen erfolglos am Cache Seiltanz versucht. An einer anderen Stelle traf ich auf einen Cacherauflauf und bei näherem Betrachten stellte sich der Ort als Final für das kleine Gespenst heraus – zumindest sah das Logbuch sehr danach aus. Am Labcache Salzlager war wohl gerade die Hoecker-Lesung zu Ende, als ich vorbei kam. Ein großer Pulk strömte heraus, als ich die Antwort für den dortigen Labcache suchte.
Am Cafe Kokerei legte ich dann erst mal eine Mittagspause ein. Auch hier traf ich Cacher aus Köln (und Schleswig-Holstein). Im Gegensatz zum Catering auf dem Eventgelände war es hier ruhig, gemütlich und auch nicht so überlaufen.
Auf dem Rückweg zum Zechengelände konnte ich die verbleibenden Labcaches lösen (dachte ich zumindest) und bei einigen Spielen vorbeischauen. Dort waren aber auch erhebliche Warteschlagen, so dass ich auf dieses Vergnügen freiwillig verzichtet habe.

Nochmal Händlermeile
Bei der Händlermeile war es inzwischen etwas ruhiger geworden. Das habe ich für einen zweiten Rundgang genutzt, aber wieder nichts für mich gefunden. Dafür konnte man nun am ein oder anderen Stand auch ein kurzes Gespräch führen. Am rosa Stand bildete sich dann plötzlich eine Traube; offensichtlich war der angekündigte Cuckoo-Cache angekommen. Ich hatte den Eindruck, dass viele in der Traube gar nicht wussten, wofür sie da anstehen bzw. was sie da gerade geloggt haben.😉

OSM-Workshop
Nun war die Zeit für meinen gebuchten OSM-Workshop gekommen. Der Kokskohlenbunker als Veranstaltungsort war (wenn überhaupt) nur suboptimal ausgeschildert, aber Geocacher rühmen sich ja, Orte zu finden, die sonst keiner kennt. Leider war die Veranstaltung nur sehr dezent besucht. Lag das an der mangelhaften Beschilderung? Im Shop war der Workshop doch ausgebucht, oder? Dafür konnten die Anwesenden um so mehr individuelle Fragen stellen. Für mich hat sich der Workshop auf jeden Fall gelohnt!

Catering
Nun meldete sich mein Magen. An der Vielzahl der Fressstände verteilte sich die Nachfrage recht unterschiedlich. Ich habe mich für die kürzeste Warteschlange entschieden und mir daher eine Pizza gegönnt.

Bühne
Auf der Bühne ging gerade der Soundcheck zu Ende und ich suchte mir einen guten Platz, um mich etwas auszuruhen (mein Schrittzähler war inzwischen bei 22.000 angekommen) und das Treiben auf der Bühne zu beobachten. Sehr positiv fand ich, dass die Lobhudelei und Tombola nicht die sonst üblichen Ausmaße annahmen. Dafür ein besonderes Lob! Auch die Verkündung des nächsten Project-Events ging recht knapp über die Bühne. Mich hätte in dem Zusammenhang aber schon interessiert, wer sich denn überhaupt beworben hat und nach welchen Kriterien die Vergabe stattfand. Mit Saarland, Kiel und Bodensee sind für das nächste Jahr ja schon sehr interessante Orte für große Events angekündigt. Nichtdestotrotz freue ich mich schon sehr auf die Zeppelinstadt Friedrichshafen.

Cachen
Den folgenden Bühnenumbau habe ich dann doch noch genutzt, um das Hohe Rot und die Großmutter zu suchen. Im Laufe des Tages waren mir schon immer wieder Cacher aufgefallen, die sich an einer bestimmten Stelle ins Gebüsch geschlagen haben, nun folgte ich ihrer Spur und wurde schon von anderen Cachern empfangen, die das Logbuch bereits in der Hand hielten. Rudelcachen a la Gigaevent eben. Die Mückenstiche, die ich am nächsten Tag spürte, habe ich mir wohl auch dort eingefangen.
Am zweiten Cache war es etwas ruhiger, dafür ergab sich dort mit einem dazu kommenden Cacher ein sehr interessantes Gespräch über ein Event am anderen Ende der Welt.

Bühne
Alex im Westerland – eine Ärzte und Tote Hosen Coverband heizte nun auf der Bühne den noch anwesenden Cachern ein. Anfangs hatten sie es noch etwas schwer, aber im Laufe ihres Auftritts eroberten sie das Publikum immer mehr und zum Abschied mussten sie sogar noch Zugaben spielen. Ein toller Auftritt!
Wer jetzt noch auf dem Gelände war, wollte aber eigentlich keine toten Ärzte hören, sondern die Dosenfischer. Die setzten dem Tag dann auch noch den i-Punkt auf. Mit ihren Texten beleuchten sie gewohnt gekonnt die Geocacher-Seele. Selbst Signal konnte sich nicht zurückhalten und tanzte auf der Bühne mit. Einziger Wermutstropfen war für mich die mangelhafte Tontechnik. Ich fand, die bekamen einfach keinen sauberen Sound hin.
Angesichts der noch anstehenden Rückreise machte ich mich schon in der Pause des Dosenfischerkonzerts auf den Rückweg. Gerne hätte ich auch noch den zweiten Teil gehört, aber die nächste Zugverbindung hätte mich einfach zu spät nach hause gebracht.

Fazit
Das Gigaevent Project Glück Auf 2016 in Essen hat mir einen tollen und ereignisreichen Tag auf der Zeche Zollverein beschert. Das Orgateam hat vor einer großartigen Kulisse ein prima Event auf die Beine gestellt. Natürlich läuft bei so einer Veranstaltung nie alles reibungslos, aber unter dem Strich bleibt bei mir die Erinnerung an einen ganz wunderbaren Tag unter Gleichgesinnten.
Das Thema Kohle und Stahl wurde schön umgesetzt, einige Besucher hatten sich sogar passend gekleidet – vom Steigerhemd bis zur kompletten Bergmannsmontur! Die Führungen boten die Gelegenheit, das Gelände näher zu erkunden. Die üblichen Workshops haben das Angebot gut ergänzt.
Auf dem weitläufigen Gelände konnten sich die Mengen gut verteilen, selbst an den verschiedenen Schwerpunkten war es nie unangenehm überfüllt.
So manche inoffizielle Nebenevents bekam man leider nur per Zufall mit z.B. das Coinertreffen, den moving cache oder die Anwesenheit von Lackeys. Nicht jeder nutzt FB. Ich erwarte eigentlich alle Informationen auf der zentralen Internetseite in gebündelter Form – oder zumindest Verweise darauf.
Warteschlagen gehören zu einer Großveranstaltung nun mal dazu. Das muss man nicht gut finden, aber man kann sich darauf vorbereiten bzw. darauf einstellen. Ich bin auf Zollverein weder verhungert noch verdurstet. Die vielen verschiedenen Cateringstände haben die Nachfrage gut verteilt.

Liebes Orga-Team von Glück Auf 2016,
ihr habt einen tollen Job gemacht. Ich habe mich auf eurem Event sehr wohl gefühlt!
Glück auf!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s