Keine Helmpflicht für herkömmliche Radfahrer

Das law-blog berichtet von einem Urteil des 1. Zivilsenats des Oberlandesgerichtes Düsseldorf:

Ein Radfahrer musste plötzlich bremsen, weil ihm eine Fußgängerin auf dem Radweg quer kam. Dabei stürzte er kopfüber aufs Pflaster und verletzte sich dabei ziemlich. Das Gericht sprach ihn von jeder Mitschuld frei: Im Gegensatz zu Rennradfahrern musste der Mann keinen Helm tragen. Dem herkömmlichen Radfahrer jedenfalls ist kein Vorwurf zu machen – wenn er sein Rad als normales Fortbewegungsmittel nutzt und keine sportliche Ambitionen entwickelt. Jedoch wurde die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen.

Fast spannender als die Entscheidung ist die Diskussion dazu im law-blog.

Das gleiche Gericht hatte im März entschieden, wer mit seinem Rennrad seinen Freizeitsport auf öffentlichen Straßen ausübt, muss grundsätzlich einen Schutzhelm tragen. Anderenfalls trifft ihn im Falle einer Kopfverletzung ein Mitverschulden, das seinen Schadensersatzanspruch mindern oder ausschließen kann.

von ksued um # 08:39 in Fahrrad
MONTAG, 20.08.2007

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