Radroutenplaner im Vergleich – Das Ergebnis

Nachdem nun endlich auch die Karten zum zweiten Teil funktionieren, versuche ich nun die verschiedenen Ergebnisse anhand meiner ausgewählen Strecken zu bewerten.

Google Maps läuft wie schon anfangs bemerkt außer Konkurrenz mit. Die Fußgängernavigation orientiert sich überwiegend an den großen Straßen und scheint viele Wege durch Grünflächen gar nicht zu kennen. Eine ernsthafte Fahrradnavigation ist damit nicht möglich.

Der NRW-Radroutenplaner greift auf die landeseigenen Geodaten zurück und sollte daher wohl über die detailiertesten Wegekenntnisse verfügen;  jedoch steht die Voreinstellung des Routenplaners oftmals einer optimalen Planung im Weg. In der Einstellung “Fahrradnetz bevorzugen” scheint der Planer zunächst den kürzesten Weg zum nächstgelegenen Radweg des NRW-Netzes zu suchen und dann von dort zum Ziel zu navigieren. Das kann dann, wie im Beispiel Zollstock-Globetrotter zu einem erheblichen Umweg führen (8,3 km gegenüber 4,7 km). Innerhalb des Fahrradnetzes verlaufen die Routen dann auf den ausgewiesenen NRW-Fahrradwegen. Als Bonus liefert die Ergebniskarte nicht nur Hinweise auf Sehenswürdigkeiten, Bahnhöfe und Rastplätze, sondern kennt auch jede Menge Themenrouten.

Bei der Option “kürzeste Route” wird dann wohl gar keine Rücksicht mehr auf Fahrradfreundlichkeit gelegt. Bei der hier nicht dargestellten Route Zollstock-Vingster Freibad führt ein Teil der ausgegebenen Strecke über den autobahnähnlichen östlichen Zubringer. Auch wenn in den FAQ auf dieses Manko hingewiesen wird – sowas geht für einen Fahrradplaner gar nicht und ist auch nicht mit den Hinweis auf “fehlende Daten” entschuldbar.

Bei Naviki fällt auf, dass zwischen den beiden Optionen “fahrradfreundlich” und “kürzeste Strecke” öfters kaum ein Unterschied in der Streckenführung besteht. Interessanterweise war Naviki bei der Strecke Ehrenfeld-Zoo nicht davon zu überzeugen, den Startpunkt Stammstraße auch in die Stammstraße zu legen. Stattdessen lag der Marker immer wieder in der benachbarten Simrockstraße.

Die Ergebnisse von koeln.de/Komoot haben mich bisweilen etwas erstaunt. Obwohl Komoot und Naviki mit OSM arbeiten, kommen beide grundsätzlich zu unterschiedlichen Empfehlungen. So führt z.B. das Komoot-Ergebnis auf der Strecke Zollstock-Globetrotter zwar zunächst wie Naviki durch Grünanlagen, baut aber dann nach dem Volksgarten einen unerwarteten Umweg über die Zülpicher Strasse und Pfeilstrasse ein und ist so einen guten Kilometer länger als das Naviki-Angebot. Ähnliches gilt für die Strecke Longerich-Vingst.

Als bestes abgeschnitten hat bei diesem Vergleich das Angebot von Naviki. Die Streckenempfehlungen sind plausibel und beziehen auch kleinere Straßen und Wege mit ein. Die Nutzung ist unkompliziert.

Der NRW-Radroutenplaner landet schon alleine aufgrund der regionalen Beschränkung nur auf dem zweiten Platz. Die Option “Radwegenetz bevorzugen” liefert zwar etwas eigentümliche (aber schlüssige) Empfehlungen, jedoch kann man für den Streckenabschnitt, der auf dem Radwegenetz liegt, davon ausgehen auf einem halbwegs gepflegten Wegenetz unterwegs zu sein.

koeln.de/Komoot belegt den dritten Platz. Bei der Eingabemaske auf koeln.de sind keine Optionen (fahrradfreundlich/kürzeste Strecke) möglich. Die Streckenempfehlungen sind mir zum Teil nicht nachvollziehbar. Im Gegensatz zu den oberen Angeboten ist es hier nicht ohne Umwege möglich, den gpx-Track herunterzuladen, um ihn auf ein GPS-Gerät zu überspielen. Dafür muss man sich erst auf der Komoot-Plattform registrieren.

Die Option “kürzeste Strecke” des NRW-Radroutenplaners bekommt schon allein wegen des Hinweises in den FAQ, dass womöglich die “Befahrbarkeit mit dem Fahrrad nicht empfohlen wird oder sogar verboten ist” den letzten Platz zugewiesen.

Somebody That I Used to Know – Walk off the Earth (Gotye – Cover)

Ich hatte schon lange kein Gitarrenvideo mehr. Wahrscheinlich gehöre ich zu den letzten, die das hier noch nicht kannten:

Inspiration gesucht

Wie lässt sich das “Gefühl Fahrrad” bildlich darstellen?
Diese Frage treibt mich seit einiger Zeit um. Ich möchte für (m)ein anderes Hobby eine Münze erstellen. Und das Motiv darauf soll eben diese Freude am Fahrrad/Fahrradfahren rüberbringen.

Dazu bitte ich kreative Fahrradfahrer um Vorschläge, die anschließend im Februar zur Abstimmung gestellt werden. Dein Vorschlag kann sich zwischen roher Schwarz-Weiß-Skizze und hochwertiger farbiger Computergrafik bewegen – Hauptsache, die Idee kommt rüber. Die Einsender der drei am besten bewerteten Motive erhalten als Dankeschön je ein fertiges Exemplar zugesandt.

Teilnahmebedingungen: Sende mir bis zum 31. Januar 2012 deinen Vorschlag per Mailanhang oder Link an freudeamfahrrad(ät)wolke7(Punkt)net – gerne auch mehrere und/oder in Variationen. Mit der Einsendung räumst Du mir ein unentgeltliches Nutzungs- und Veränderungsrecht deiner Idee ein und bestätigst mir gleichzeitig, dass Du der Urheber des Motivs bist. Als zu gestaltende Fläche sollte ein Kreis mit ca. 40mm Durchmesser verwendet werden. Die Entscheidung, welches Motiv tatsächlich umgesetzt wird, behalte ich mir vor.

Radroutenplaner im Vergleich – Die Streckenempfehlungen

Erstmal vielen Dank für die Hinweise auf weitere Routing-Angebote. Ich werde sie bei Gelegenheit in den Vergleich einbeziehen.

Um die Radroutenplaner im städtischen Bereich zu vergleichen, habe ich in Köln willkürlich vier Wohnadressen (Markusstraße in Zollstock, Stammstraße in Ehrenfeld, Hauptstraße in Longerich und Deutzer Freiheit in Deutz) und vier mögliche Fahrziele (Stadion, Globetrotter, Vingster Naturfreibad und Zoo) rausgesucht und die Planer damit gefüttert. Die Vielzahl aller Ergebnisse würde hier den Rahmen sprengen, daher werde ich hier nur einige Stecken darstellen. Interessanter als die stichwortartige Wegbeschreibung dürfte jeweils die Karte sein (Link öffnet neues Fenster/Tab), da werden die Unterschiede besonders deutlich

Zollstock-Globetrotter (Karte)
Google1: 5 km Vorgebirgsstr/Nord-Süd-Fahrt
NRW: 8,3 km Militärring, Rhöndorfer Str, Weiherstraßer Weg, Am Weidenbach, Griechenmarkt
NRW2: 4,8 km Höninger Weg, Eifelstr, Weidenbach, Griechenmarkt
koeln.de: 5,94 km Vorgebirgspark, Volksgarten, Moselstr, Engelbertstr, Mauritiuswall, Pfeilstr, Brinkgasse, Breite Str, Auf dem Berlich
Naviki: 4,76 km Vorgebirgspark, Volksgarten, Weidenbach, Griechenmarkt
Naviki2: 4,69 km quasi identisch

Ehrenfeld-Zoo (Karte)
Google: 4,3 km Liebigstr, Innere Kanalstr, Innerer Grüngürtel
Google2:4,4 km Subbelrather Str, Mediapark, Hansaring, Nord-Süd-Fahrt
NRW: 5 km Venloer, Innerer Grüngürtel, Innere Kanalstr, Innerer Grüngürtel
NRW2: 4,2 km Subbelrather, Innere Kanalstr
koeln.de: 4,2 km Am Gleisdreieck, Innere Kanalstr, Krefelder Wall, Innerer Grüngürtel
Naviki: 3,99 km Gleisdreieck, Innere Kanalstr, Neusser Wall
Naviki2: 3,86 km Gleisdreieck, Innere Kanalstr, An der Flora

Longerich-Vingster Freibad (Karte)
Google: 13,8 km Militärring, Boltensternstr, Mülheimer Brücke, Frankfurter Str, Germaniastr
Google2: 14,1 km Etzelstr, Friedrich-Karl-Str, Merheimer Brücke, Germaniastr
NRW: 16,7 km Militärring, Robert-Perthel-Str, Heckhofweg, Blücherpark, Subbelrather Str, Christophstr, Auf dem Berlich, Deutzer Brücke, Reitweg, Westerwaldstr, Roddergasse, Gremberger Wäldchen
NRW2: 13,5 km Wilhelm-Sollmann-Str, unbekannter Pfad entlang Industriestr, Boltensternstr, Mülheimer Brücke, Jan-Wellem-Str, Germaniastr, Boschbachweg
koeln.de: 15,14 km Etzelstr, Neue Kempener Str, Kempener Str, Kühnstr, Innerer Grüngürtel, Zoobrücke, Heidelberger Str, Frankfurter Str, Vingster Ring
Naviki: 13,83 km Etzelstr, Florastr, Zoobrücke, Karlsruher Str, Kapellen Str, Ostheimer Str, Boschbachweg
Naviki2: 13,69 km Wilhelm-Sollmann-Str, unbekannter Pfad entlang Industriestr, Boltensternstr, Niehler Hafen, Mülheimer Brücke, Frankfurter Str, Germaniastr, Boschbachweg

Deutz-Stadion
(Karte)
Google: 7 km, Deutzer Brücke, Neumarkt, Aachener Str
NRW: 7,8 km Deutzer Brücke, Neumarkt, Aachener Str, Clarenbachstr/Rautenstrauchstr, Stadtwald, Olympiaweg
NRW2: 7,2 km Deutzer Brücke, Neumarkt, Aachener Str, Friedrich-Schmidt-Str, Olympiaweg
koeln.de: 9,11 km Deutzer Brücke, Sterngasse, Neumarkt, Aachener Str, Clarenbachstr, Klosterstr, Rautenstrauchstr, Stadtwald, Olympiaweg
Naviki: 7,91 km Deutzer Brücke, Neumarkt, Aachener Str, Clarenbachstr, Friedrich-Schmidt-Str, Junkersdorfer Str
Naviki2: 7,13 km Deuzer Brücke, Neumarkt, Aachener Str

Eine Wertung erlaube ich mir im nächsten Teil. Ihr könnt ja schon mal kommentieren, was euch so auffällt.

____
Fn 1: Google: Fußweg, Google2: weiterer Fußweg-Vorschlag, NRW: NRW-Radroutenplaner – Fahrradnetz bevorzugen, NRW2: Kürzeste Route, koeln.de in Kooperation mit komoot, Naviki: fahrradfreundliche Strecke, Naviki2: kürzere Strecke

Fahrradroutenplaner im Vergleich

Gestern bin ich auf koeln.de auf einen neuen Fahrradroutenplaner gestoßen. Das werde ich zum Anlass nehmen, die vier mir bekannten Online-Lösungen mal zu vergleichen.

Der Radroutenplaner NRW basiert auf den Geodaten der Länder NRW, Hessen, Thüringen und Teilen von Rheinland-Pfalz. Damit ist dieser Planer nur für den Gebrauch in diesem Gebiet geeignet. Die Routenplanung umfasst neben Start und Ziel die Berücksichtigung von Steigungen und der Bevorzugung des Radwegenetzes, Themenrouten oder einfach der kürzesten Strecke. Für die Ermittlung der Fahrdauer können verschiedene Geschwindigkeiten angegeben werden. Auf der Ergebniskarte sind zusätzliche Wegpunkte wie Bahnhöfe, Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten etc. darstellbar. Ferner werden Steckenlänge, Höhenmeter/Höhenprofil und Fahrdauer anhand der gewählten Geschwindigkeit angezeigt. Eine App steht zur Verfügung (kostenlos), gpx-Daten können heruntergeladen werden.

Naviki ist eine Entwicklung der FH Münster. Das Kartenmaterial basiert auf OSM und bezieht auf der Webseite hochgeladene Wege der Nutzer mit ein. Nach Eingabe der Start- und Zieladresse kann eine fahrradfreundliche oder die kürzeste Strecke abgefragt werden. Neben dem visuellen Ergebnis werden auch Länge, Fahrzeit bei 15 km/h, Höhe des niedrigsten und des höchsten Punkts, die Höhenmeter aufwärts und die maximale Steigung der Stecke angezeicht. Die entsprechende gpx-Datei kann heruntergeladen werden. Eine App ist verfügbar (kostenlos).

Das Angebot auf koeln.de basiert auf dem Routenplaner komoot, der wiederum das OSM-Kartenmaterial verwendet. Der Planer bietet nach Abfrage von Start und Ziel nur ein Ergebnis an – dazu Steckenlänge und Fahrdauer. Welche Geschwindigkeit dabei zugrunde gelegt wird, ist nicht angegeben. Dafür klassifiziert er einzelne Abschnitte (z.B. Straße in Wohngebiet, Landstraße, Radweg, Weg (Asphalt). Ein gpx-Download steht nicht zur Verfügung, dafür kann man den Track aber auf die verfügbare App (je nach Kartenmaterial kostenpflichtig) übertragen.

Google Maps bietet zwar keine Fahrradrouten an, aber Routing für Fußgänger (beta) anhand der Google-Karten. Daher nimmt dieses Angebot außer Konkurrenz am Vergleich teil. Eine App ist verfügbar (kostenlos).

Im nächsten Teil werden ich die Ergebnisse der Routenplaner vergleichen.

Rund um Brühl

Es geht ja doch noch. Pfingstsonntag stand mal wieder eine kleine Fahrradtour mit der Familie an und ich habe unterwegs keinen einzigen Geocache gesucht. Auf dem Navi am Wegesrand auftauchende Tradis konnte ich ohne zwanghaftes Suchen einfach vorbeiziehen lassen.

Los ging es in Brühl. Gemächlich rollen wir durch die (für Radfahrer freigegebene) Fußgängerzone in Richtung Giesler-Galerie. Hier beginnt dann der zähe Anstieg über die Pingsdorfer Str. bis auf den Villerücken am Phantasialand. Die Steigung ist gar nicht mal so steil, aber sie zieht sich über 2,5 km. Bergabwärts kommen uns zahlreiche Rennradler im Spitzentempo entgegen, während ich schon auf dem Rettungskranz fahre (zur Ehrenrettung: mit besetzten Anhänger). Oben angekommen gönnen wir uns dann erst mal am Birkhof eine Pause im Biergarten und am Spielplatz. Hier irgendwo muss der Final zum Mystery Navigation Eigenpeilung liegen…

Frisch erholt und gestärkt fahren wir nun durch die Wälder des Naturpark Kottenforst in Richtung Rösberg. Es geht die ganze Zeit eben oder sanft abwärts und wir genießen die Licht- und Schattenspiele der Sonnenstrahlen im Wald. Am Ende des Waldes würde die geplante Streckenführung eigentlich weiter nach Lückenhof führen und von dort wieder parallel zur VRS-Linie 18 zurück in Richtung Brühl. Aber wir beschließen hier abzukürzen und fahren hier direkt über die Felder in Richtung Rösberg – der dortige Wasserturm weist uns den Weg. Durch Merten und Trippelsdorf erreichen wir Walberberg. Dort findet heute ein Oldtimertreffen statt, so dass wir über eine Seitenstraße durch den Ort fahren müssen. Mit dem Kinderanhänger im Schlepp meide ich lieber große Menschenmassen. Man reißt sonst so viele Unachtsame von den Füßen…

Nun lassen wir die Ville endgültig hinter uns liegen und wenden uns der Bornheimer Börde zu. Hier ist es flach und auf dem Weg nach Keldenich gibt ein Blick zurück einen guten Eindruck von den Höhenmetern, die wir uns am Anfang der Tour erarbeitet haben. Am Entenfang in Wesseling pausieren wir wieder einmal am Spielplatz, damit der Nachwuchs seinen Bewegungsdrang auslegen kann, während wir unsere Wegzehrung vertilgen.
Von hier ist es nicht mehr weit bis Berzdorf. Von hier kann man an der Kiesgrube vorbei und unter der Autobahn hindurch zügig das Schloss Falkenlust erreichen. Für Radfahrer ist die Fahrt durch den Schlosspark leider nicht erlaubt, so dass man den Brühler Bahnhof nun nur über die Umgehungsstrasse erreichen kann.

Am Ende der Runde haben wir rund 31 km mehr auf dem Tacho und ca. 126 Höhendifferenz bewältigt. Bei gpsies.com ist der GPS-Track hinterlegt. Der Abschnitt jenseits der Abkürzung ist derzeit nur grob eingezeichnet.

Rückblick auf TB-Rennen

Vor rund 15 Monaten hatte ich in der Familie mal ein TB-Rennen angeregt. Einerseits um mal die Möglichkeiten von tb-run ausprobieren und andererseits um meine Lieben etwas mehr fürs Geocaching zu begeistern.

Jeder übernahm die Patenschaft über eine pure.Geocoin und befestigte einen kleinen Gegenstand daran. Mitte Oktober 2009 setzten wir dann unsere fünf Reisenden mit einem zweisprachigen Info-Anhänger in einem Cache gemeinsam aus. Sieger würde, wessen Coin die meisten Kilometer zurücklegen würde. Was dann so passierte, läßt sich wohl als Querschnitt durch die Welt der tracking items bezeichnen:
TB372AG (Der Blaue) ist nach 8 Monaten in Ostfriesland verloren gegangen. (5. Platz mit 912 km, vermisst)
TB35BV0 (Der Grüne) hat sich überwiegend im Rhein/Ruhr-Gebiet herum getrieben, zwischendurch mal einen Abstecher nach Hamburg unternommen und steckt nun in Nord-Holland fest. (4. Platz mit 1.129 km, aktiv)
TB3725N (Der Orange) nahm zunächst Kurs Süddeutschland und befindet sich seit Oktober 2010 (hoffentlich noch) in einem Rätselcache in Thüringen. (3. Platz mit 1.169 km, aktiv)
TB372FX (Der Silberne) hat kurz vor Renn-Ende ein Event in Hildesheim besucht und ist danach nicht wieder aufgetaucht. Das finde ich ganz besonders ärgerlich. Gerade auf Geocaching-Events sind doch die Leute, die mit Reisenden umsichtig umgehen sollten. (2. Platz mit 2.112 km, vermisst)
TB2VVXA (Der Goldene) ist leider schon zum Jahreswechsel 2009/2010 verloren gegangen. So ein frühes Ausscheiden wäre natürlich besonders unerfreulich – also habe ich im April 2010 eine laminierte Kopie ausgesetzt. Danach lief dieser Teilnehmer erstaunlich gut, derzeit überwintert er bei einem norwegischen Cacher (1. Platz mit 2.530 km, aktiv)

Drei von fünf Reisenden sind also während des Rennens verloren gegangen. Absolut überwiegend haben sich die fünf Renn-Teilnehmer in Deutschland aufgehalten und haben nur selten große km-Sprünge absolviert. Das deckt sich mit der vielgeäußerten Behauptung, dass Missionen nur selten beachtet werden. Da wäre bestimmt ein schnelleres und weiteres Vorankommen möglich gewesen.

Auf tb-run.com konnten die Teilnehmer auf einer Karte nachverfolgen, wo ihre Reisenden gerade sind und an welcher Rennposition sie sich befinden.

Bei den Spielregeln zeigt sich tb-run derzeit noch etwas eintönig. Kilometer sammeln oder als Erstes einen bestimmten Cache erreichen sind momentan die einzigen Varianten. Für das 4. Quartal 2010 sind noch zwei weitere Optionen angekündig. Vielleicht kommen die ja bald, dann besteht hier etwas mehr Vielfalt. Gar nicht möglich sind Sonderpunkte z.B. für besuchte Länder, Cachetypen, Anzahl der besuchten Caches usw. Aber das kann ja noch werden. Trotzdem ist tb-run eine prima Plattform, um ohne großen Aufwand ein TB-Rennen laufen zu lassen.

Und die Familie? Die hat die Reise ihrer Reisenden zwar mehr oder weniger aufmerksam verfolgt, aber meine Begeisterung fürs Geocaching ist dabei nicht übergesprungen. Macht nichts, Spaß hat es trotzdem gemacht.

Und zum Schluss noch vielen Dank an alle Cacher, die die fünf Rennteilnehmer im Sinne der Veranstaltung weitergetragen haben.