Archiv der Kategorie: Köln&Südstadt

Und sie bewegt sich doch

Vor über einem Jahr gab es auf der Seite des Kölner Fahrradbeauftragten die Meldung, dass die Goltsteinstraße für Radfahrer nun auch gegen die Einbahnstraßenregelung geöffnet wäre.

Diese Maßnahme wurde im Süden jedoch durch die dä*** Verkehrsregelung konterkariert, dass es von Süden über die Pferdmengesstr. nur dem Linienverkehr erlaubt war, den Bayenthalgürtel zu überqueren und die Fahrt über die Goltsteinstr. fortzusetzten. Zweimal habe ich mich mit Fotos der Situation an den Fahrradbeauftragten gewandt (und keine Antwort bekommen) und im März auf der Fahrradmesse Cycolonia mein Anliegen dem VCD und auch nochmal den Mitarbeitern des Fahrradbeauftragten vorgetragen.

Und gestern fiel mir dann auf, dass die bisherige Beschilderung endlich verschwunden war.

Jetzt fehlt nur noch eine vernünftige Anbindung der Goltsteinstr. an die Alteburger Str., dann wäre endlich eine durchgehende Fahrradverbindung vom Kölner Süden in die Innenstadt gegeben.

Falschparker anzeigen

Wer hat sich nicht schon über Falschparker geärgert? Insbesondere, wenn sie tolldreist auf Geh- oder Radwegen stehen oder den (Rad-)Verkehr sonstwie behindern.
Ich bin in letzter Zeit dazu übergegangen, besonders unverschämte Falschparker per Handyfoto zu dokumentieren und bei der Stadt online anzuzeigen. Leider bekommt man hier jedoch keine Rückmeldung über den Ausgang des Verfahrens. Hat dazu jemand Erfahrungen?

Platz 16 beim Bürgerhaushalt

Die Online-Phase des Kölner-Bürgerhaushalts ist beendet, d.h. die eingestellten Vorschläge können nun nicht mehr bewertet werden. Unser Vorschlag zur Einstellung eines Sozialarbeiters an der Konrad-Adenauer-Realschule hat es mit 213 Pro-Stimmen auf Platz 16 im Bereich Schule/Bildung geschaft.

Jetzt beginnt die Auswertungsphase, d.h. die Stadtverwaltung muss sich mit den jeweils 100 bestplatzierten Vorschlägen auseinandersetzen.

Grenzverkehr

Zwischen Köln und Düsseldorf verlaufen mehrere Grenzen – sprachliche, mentale, verwaltungsmäßige, aber eben auch die zwischen den beiden Verkehrsverbünden VRS und VRR. Im Zuge der Zusammenarbeit hatte man sich irgendwann auf die Bedingungen des kleinen und großen Grenzverkehrs geeinigt. Mit einer (VRS-)Fahrkarte war z.B. die Fahrt von Köln nach Düsseldorf möglich. Früher soll es Erzählungen zufolge nötig gewesen sein, zwei Tickets zu verwenden: Eines bis zur Grenze und eines ab der Grenze.  

Aber das war vorbei … bis: Bis das Handyticket beworben und eingeführt wurde. Seitdem ist auf der Strecke Köln-Düsseldorf wieder genau diese Provinzialität ausgebrochen. Der naive Nahverkehrsnutzer würde vielleicht vermuten, dass in modernen Zeiten auch per Handy ein entsprechendes VRS-Ticket verfügbar wäre. Auf Nachfrage beim Verkehrsverbund wird nun empfohlen, per Handy ein VRS-Ticket bis zur und ein VRR-Ticket ab der Grenze zu lösen. Schöne neue Welt…

Handyticket

Seit ich bedauerlicherweise über kein Jobticket mehr verfüge, habe ich meine private ÖPNV-Nutzung auf ein Minimum eingeschränkt. Für meinen Arbeitgeber bin ich aber auch recht häufig in der Umgebung mit Bus und Bahn unterwegs. Weil aber die Fahrkarten des Verkehrsverbunds nicht über Reisebüros erhältlich sind, musste ich bislang jedesmal in Vorleistung gehen.

Das ändert sich nun aber mit dem Handyticket. Dazu musste ich mich einmalig auf einer Webseite anmelden und ein Zahlungsverfahren (z.B. Kreditkarte) hinterlegen. Seitdem kann ich per Anruf oder SMS kurz vor Fahrtantritt das passende Ticket lösen. Kleingeld für den Automaten brauche ich nicht mehr. Am Monatsende erstelle ich eine Übersicht der gebuchten Tickets und reiche sie zur Kostenerstattung ein. Selbstverständig kann ich das Handyticket auch privat nutzen.

Leider kosten die Handytickets genau so viel wie die regulären Papiertickets. Da die Verkehrsunternehmen aber eine Menge Infrastruktur einsparen, könnten sie ruhig einen kleinen Rabatt auf dieses Modell geben. Tun sie aber bislang nicht. Stattdessen starten sie bis Jahresende eine Kunden werben Kunden-Aktion. Wer Interesse hat, kann dies gerne in den Kommentaren bekunden.

Wir stellen uns quer!

Ein breites Bündnis von Bürgern, Parteien, Gerwerkschaften und Kirchen ruft am 20. September zu einer Großdemo gegen das Treffen von Neonazis und Rechtskonservativen auf.

Bis zu 1000 Rechte werden erwartet, darunter VertreterInnen extrem rechter Parteien aus Österreich, Belgien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Ungarn – unter ihnen der Vorsitzende der extrem rechten Front National aus Frankreich, Jean Marie Le Pen. Die vermeintliche Islam-Kritik der Rechten dient lediglich als Deckmantel für die Hetze gegen Menschen anderer Herkunft und Religion. Das ist eine gezielte Provokation des friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Kultur, Religion und Herkunft in NRW und Köln.

Die Polizei rechnet mit 40.000 Menschen, die sich ab 9:00 Uhr auf dem Roncalliplatz sammeln und nach einer Kundgebung zum Heumarkt ziehen, um mit einer Menschenkette das Treffen der Rechten zu verhindern.

Umzug?

Sollte es tatsächlich wieder mal so weit sein, dass mein Blog umzieht? Der letzte Wechsel nach blogg.de ist inzwischen drei Jahre her.