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Der ADFC-Fahrradklima-Test 2012 aus Kölner Sicht

Der ADFC hat heute die Ergebnisse seiner Umfrage von 2012 vorgestellt. Rund 80.000 Radfahrer haben 27 Fragen zum Thema Radverkehr beantwortet. Bei der letzten Umfrage 2005 waren es noch 26.000.

1.650 Kölner Radfahrer haben diese Gelegenheit genutzt, ihre Eindrücke von der Fahrradsituation vor Ort zu schildern. Nach Hamburg (3.549) und Berlin (2.375) waren das schon mal die meisten Teilnehmer. Das Ergebnis für Köln ist jedoch niederschmetternd: Platz 31 von 38 Städten über 200.000 Einwohnern.

Jeder, der in Köln regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs ist, wird dieses Ergebnis nachvollziehen können. Eigentlich müsste diese Platzierung in der Kölner Politik einen PISA-Schock auslösen! Die Stadt ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Städte NRW e.V. Im Rahmen des Bürgerhaushalts wurden drei zusätzliche Stellen im Büro des Fahrradbeauftragten geschaffen. Die theoretischen Grundlagen sollten also vorhanden sein, aber offenbar kommen diese Bemühungen bei den Fahrradfahrern nicht an.

Bei der Gelegenheit verwundert es dann um so mehr, dass jüngst bei der Hamburger Diskussionsveranstaltung “Warum kann Hamburg nicht Fahrrad” der Kölner Fahrradbeauftragte das hiesige Konzept (?) zur Förderung des Radverkehrs vorgestellt hat. Hamburg liegt im Ranking übrigens nur drei Plätze hinter Köln.
In der Tat ist hier in den letzten Jahren viel positives passiert. So wird z.B. das Team des Fahrradbeauftragten informiert, wenn irgendwo eine Strasse saniert werden soll. Meistens bekommt die neue Fahrbahn dann einen Schutzstreifen, ein Fahrrad-Piktogramm und/oder eine eigene Aufstellzone für Fahrräder an der Ampel. Das mag auch alles nützlich sein, führt aber leider zum sprichwörtlichen Flickenteppich, denn es scheint kein übergeordnetes, schlüssiges Konzept mit durchgehenden Velorouten o.ä. zu geben. Im Maßnahmenbericht (Anlage 1) zur Förderung des Radverkehrs im Jahr 2011 steht auch nichts von solchen Ideen. Da geht es um Dauerzählstellen, die o.g. Einzelmaßnahmen und die Anzahl der neu aufgestellten Fahrradabstellgelegenheiten.
Die in o.g. Bericht aufgeführte Steigerung des Radverkehrs um 10% (!) von 2010 auf 2011 (Seite 3) ist bestimmt nicht wegen neuer Schutzstreifen oder Abstellmöglichkeiten eingetreten.

Angeblich (aber das ist wahrscheinlich eine Legende wie die von den Kölner Heinzelmännchen) hat sich Köln einst mit einem ambitionierten Konzept für ein echtes Radwegenetz bei der AG fahrradfreundliche Städte beworben, aber offenbar ist das irgendwann verloren gegangen.

Der ADFC schließt seinen Text zur Verstellung des Radklima-Tests mit folgenden Zeilen: “Auffällig ist, dass die Städte weit vorne in der Rangliste landen oder sich stark verbessern, die sich die Förderung des Radverkehrs explizit auf die Fahnen geschrieben haben. So haben sich neben Karlsruhe auch München und Frankfurt am Main deutlich zum Positiven entwickelt. Beide Städte engagieren sich, um Menschen aufs Rad zu bringen: München mit seiner „Radlhauptstadt“-Kampagne, Frankfurt setzt mit seinem Radfahrbüro Standards der Radverkehrsförderung.” So etwas würde ich mir hier auch wünschen – dann klappt’s bestimmt auch beim nächsten Fahrradklima-Test. (Man wird ja wohl noch mal träumen dürfen.)

Jeden letzten Freitag im Monat treffen sich übrigens ab 17:30 Uhr Kölner Radfahrer auf dem Rudolfplatz, um mit einer critical mass darauf aufmerksam zu machen, dass auch Radfahrer zum Verkehr gehören. Je mehr da mitmachen, um so besser!

Und sie bewegt sich doch

Vor über einem Jahr gab es auf der Seite des Kölner Fahrradbeauftragten die Meldung, dass die Goltsteinstraße für Radfahrer nun auch gegen die Einbahnstraßenregelung geöffnet wäre.

Diese Maßnahme wurde im Süden jedoch durch die dä*** Verkehrsregelung konterkariert, dass es von Süden über die Pferdmengesstr. nur dem Linienverkehr erlaubt war, den Bayenthalgürtel zu überqueren und die Fahrt über die Goltsteinstr. fortzusetzten. Zweimal habe ich mich mit Fotos der Situation an den Fahrradbeauftragten gewandt (und keine Antwort bekommen) und im März auf der Fahrradmesse Cycolonia mein Anliegen dem VCD und auch nochmal den Mitarbeitern des Fahrradbeauftragten vorgetragen.

Und gestern fiel mir dann auf, dass die bisherige Beschilderung endlich verschwunden war.

Jetzt fehlt nur noch eine vernünftige Anbindung der Goltsteinstr. an die Alteburger Str., dann wäre endlich eine durchgehende Fahrradverbindung vom Kölner Süden in die Innenstadt gegeben.

Falschparker anzeigen

Wer hat sich nicht schon über Falschparker geärgert? Insbesondere, wenn sie tolldreist auf Geh- oder Radwegen stehen oder den (Rad-)Verkehr sonstwie behindern.
Ich bin in letzter Zeit dazu übergegangen, besonders unverschämte Falschparker per Handyfoto zu dokumentieren und bei der Stadt online anzuzeigen. Leider bekommt man hier jedoch keine Rückmeldung über den Ausgang des Verfahrens. Hat dazu jemand Erfahrungen?

Platz 16 beim Bürgerhaushalt

Die Online-Phase des Kölner-Bürgerhaushalts ist beendet, d.h. die eingestellten Vorschläge können nun nicht mehr bewertet werden. Unser Vorschlag zur Einstellung eines Sozialarbeiters an der Konrad-Adenauer-Realschule hat es mit 213 Pro-Stimmen auf Platz 16 im Bereich Schule/Bildung geschaft.

Jetzt beginnt die Auswertungsphase, d.h. die Stadtverwaltung muss sich mit den jeweils 100 bestplatzierten Vorschlägen auseinandersetzen.

Grenzverkehr

Zwischen Köln und Düsseldorf verlaufen mehrere Grenzen – sprachliche, mentale, verwaltungsmäßige, aber eben auch die zwischen den beiden Verkehrsverbünden VRS und VRR. Im Zuge der Zusammenarbeit hatte man sich irgendwann auf die Bedingungen des kleinen und großen Grenzverkehrs geeinigt. Mit einer (VRS-)Fahrkarte war z.B. die Fahrt von Köln nach Düsseldorf möglich. Früher soll es Erzählungen zufolge nötig gewesen sein, zwei Tickets zu verwenden: Eines bis zur Grenze und eines ab der Grenze.  

Aber das war vorbei … bis: Bis das Handyticket beworben und eingeführt wurde. Seitdem ist auf der Strecke Köln-Düsseldorf wieder genau diese Provinzialität ausgebrochen. Der naive Nahverkehrsnutzer würde vielleicht vermuten, dass in modernen Zeiten auch per Handy ein entsprechendes VRS-Ticket verfügbar wäre. Auf Nachfrage beim Verkehrsverbund wird nun empfohlen, per Handy ein VRS-Ticket bis zur und ein VRR-Ticket ab der Grenze zu lösen. Schöne neue Welt…

Handyticket

Seit ich bedauerlicherweise über kein Jobticket mehr verfüge, habe ich meine private ÖPNV-Nutzung auf ein Minimum eingeschränkt. Für meinen Arbeitgeber bin ich aber auch recht häufig in der Umgebung mit Bus und Bahn unterwegs. Weil aber die Fahrkarten des Verkehrsverbunds nicht über Reisebüros erhältlich sind, musste ich bislang jedesmal in Vorleistung gehen.

Das ändert sich nun aber mit dem Handyticket. Dazu musste ich mich einmalig auf einer Webseite anmelden und ein Zahlungsverfahren (z.B. Kreditkarte) hinterlegen. Seitdem kann ich per Anruf oder SMS kurz vor Fahrtantritt das passende Ticket lösen. Kleingeld für den Automaten brauche ich nicht mehr. Am Monatsende erstelle ich eine Übersicht der gebuchten Tickets und reiche sie zur Kostenerstattung ein. Selbstverständig kann ich das Handyticket auch privat nutzen.

Leider kosten die Handytickets genau so viel wie die regulären Papiertickets. Da die Verkehrsunternehmen aber eine Menge Infrastruktur einsparen, könnten sie ruhig einen kleinen Rabatt auf dieses Modell geben. Tun sie aber bislang nicht. Stattdessen starten sie bis Jahresende eine Kunden werben Kunden-Aktion. Wer Interesse hat, kann dies gerne in den Kommentaren bekunden.

Schmap?

SpeicherstadtWahrscheinlich bin ich nicht der einzige Flickr-Nutzer, der in den letzten Tagen eine Anfrage von Schmap gekommen hat. Die möchten ein Foto von mir für ihren online-Reiseführer nutzen. Angesichts diversen Content-Klaus im Netz finde ich da die Anfrage schon sehr lobenswert.

Bis dato kannte ich Schmap auch gar nicht und musste mich erstmal schlau googlen. Sowohl auf Flickr als auch auf einigen Blogswurden ähnliche Anfragen bereits diskutiert. Da ich jedoch meine Bilder nicht ohne Grund unter der Creative Commons Lizenz einstelle und dabei jede kommerzielle Nutzung ausschließe, habe ich das Anliegen letztendlich abgelehnt. Aber gefreut habe ich mich natürlich dennoch :-)

Meine paperless Lösung

Auf 4lagig-deluxe ist Mitte Oktober der Paperless Bliss Award zu Ende gegangen. Mit meiner damals ganz frisch genutzten Lösung hatte ich daran teilgenommen.

Zum Einsatz kommen beim mir ein Desktop-PC mit Ubuntu-Linux und Internetanschluss und ein Pocket PC HTC Prophet (O2 neo oder Vodafon compact s) mit Windows Mobil 5. Auf beiden Geräten läuft die kostenlose Open Source Software Cachewolf. Die Installation auf beiden Systemen war relativ problemlos. Für Ubuntu brauchte ich kurz Hilfe aus dem grünen Forum, für den PPC war vorher noch die Installation einer Laufzeitumgebung (Ewe) erforderlich. Auf MacOS soll Cachewolf ebenfalls laufen.

cachewolfAuf dem Desktop-PC erstelle ich mit Cachewolf eine aktuelle Datenbank mit Caches der Umgebung, dabei werden auch die aktuell geloggten Trackables berücksichtigt. Anschließend übertrage ich die Datenbank per SD-Card auf den PPC.

filterDort kann ich dann über verschiedene Filter (Himmelsrichtung & Entfernung, Cachestatus, Schwierigkeit & Terrain, Cachetypen, Behältergröße und Attribute) die passenden Caches auswählen und die Listings und letzten Logs lesen. Unterwegs lassen sich pro Cache Notizen ablegen, was sich insbesondere bei Multis als sehr praktisch erwiesen hat. Sehr nützlich ist der Löser (Solver) mit dem bei Multis die üblichen Rechenoperationen durchgeführt werden können. Dazu können Formeln aus dem Listing und Werte in den Solver kopiert werden. Die Zeit der Rechenfehler ist damit vorbei.

beschreibungDas Programm ermöglicht auch die Planung einer Cachetour und die Verwaltung von Trackables (letzteres hab ich aber noch nicht ganz durchschaut). Darüber hinaus sind Projektionen und Koordinatenumrechnungen möglich.

Der PPC könnte zusammen mit einer GPS-Maus auch als alleiniges mobiles Cachegerät dienen, bei mir kommt er jedoch nur als Ergänzung zum vorhandenen eTrex h zum Einsatz. Das bedeutet, dass die benötigten Cachekoordinaten vom PC auch zusätzlich auf das GPSr überspielt werden müssen. Das wäre wohl auch über Cachewolf möglich, aber da klappt derzeit der Aufruf des Programm gpsbabel noch nicht richtig (bzw. wenn ich die Diskussion im Forum richtig nachvollzogen habe, verhindert Linux den Aufruf eines externen Programme aus Java heraus.) Derzeit benötige ich dafür also noch eine eigene Software (gpsman).

* Paula Linnea

linnaea borealis

linnaea borealis, GNU Lizenz (Photo taken by Henripekka Kallio in Kolari, Finland, Summer 2005)

25.10.2008
55 cm, 4100 g

Paula ist ja als Vorname nicht völlig unbekannt, aber ein paar Rückfragen kamen schon zu Linnea.

Wir stellen uns quer!

Ein breites Bündnis von Bürgern, Parteien, Gerwerkschaften und Kirchen ruft am 20. September zu einer Großdemo gegen das Treffen von Neonazis und Rechtskonservativen auf.

Bis zu 1000 Rechte werden erwartet, darunter VertreterInnen extrem rechter Parteien aus Österreich, Belgien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Ungarn – unter ihnen der Vorsitzende der extrem rechten Front National aus Frankreich, Jean Marie Le Pen. Die vermeintliche Islam-Kritik der Rechten dient lediglich als Deckmantel für die Hetze gegen Menschen anderer Herkunft und Religion. Das ist eine gezielte Provokation des friedlichen Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher Kultur, Religion und Herkunft in NRW und Köln.

Die Polizei rechnet mit 40.000 Menschen, die sich ab 9:00 Uhr auf dem Roncalliplatz sammeln und nach einer Kundgebung zum Heumarkt ziehen, um mit einer Menschenkette das Treffen der Rechten zu verhindern.