So war`s in Ulm

Mit ein wenig Verzug, aber immerhin:

Ein Mega-Event ist für mich ein willkommener Anlass mal eine Region zu besuchen, die ich sonst nicht im Visier gehabt hätte. Zu Ulm hatte ich außer dem blöden Spruch “In Ulm, um Ulm und um Ulm herum…” bislang keine Verbindung. Voller Vorfreude auf das Wochenende und auch mit etwas Sorge wegen des angekündigten Wetters bin ich frühmorgens am Bahnhof mit meinem Fahrrad aus dem Nachtzug gestiegen. Zunächst habe ich mich in Ulm und Neu-Ulm herumgetrieben und dabei cachenderweise die Stadt kennen gelernt. Diverse einfache Tradis führten mich zu interessanten oder auch weniger interessanten Orten. Ein Höhepunkt war dabei – im wahrsten Sinne des Wortes – der Turm des Ulmer Münsters mit Level 2 und 3. Eher das Gegenteil hat mich dann bei Level 1 erwartet. Meinem Empfinden nach hat ein Cache im sakralen Raum absolut nichts zu suchen.

Leider hatte inzwischen der angekündigte Regen eingesetzt; trotzdem bin ich meinen Weg zur angemeldeten FORT-Führung II durch die Wilhelmsburg angetreten. Schon bei diesem Anstieg schwante mir böses bei dem Gedanken an den Aufstieg zum Mega-Event. Wahrscheinlich habe ich als Ortsunkundiger auch nicht den einfachsten Weg gewählt, aber dennoch bin ich schließlich auch dort angekommen. Da der von mir sonst so gerne genutzte NRW-Radroutenplaner nicht bis an die baden-würtembergisch/bayrische Grenze reicht, habe ich mich einfach mal Naviki anvertraut. Naviki ist eine Entwicklung der FH Münster zum Fahrradrouting und basiert auf den OSM-Karten und hochgeladenen GPS-Tracks. Für meinen Streckenwunsch standen wahrscheinlich keine vernünftigen Daten bereit, ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum das System mich über absolut fahrraduntaugliche Wirtschaftwege in einer Kleingartensiedlung geschickt hat.

Endlich oben angekommen wurde ich sehr freundlich empfangen. Ich glaube, die Rezeptionisten waren froh, dass nach dem großen Ansturm am Vormittag nun tatsächlich noch eine Aufnahme anstand. Etwas geschockt war ich dann über die lange Schlange am Essensstand und die Enge, da sich die Menge der Cacher doch sehr am Eingang und im Haupttunnel konzentrierte. Irgendwann habe ich aber dann etwas Orientierung in der Anlage gefunden und auch schon ein paar bekannte Gesichter entdeckt.

Je später der Tag wurde, um so besser wurde auch wieder das Wetter und auch die Stimmung schien noch anzusteigen – ganz besonders, als das Lagerfeuer entzündet wurde und der großartige Gitarrist und Sänger zum besten gab (Ganz großes Lob!). So klang dieser ereignisreiche Tag dann auch irgendwann aus. Dank Ohropax und einem erprobten Schlafsack habe ich in den Räumen des FORTs auch tatsächlich einen guten Schlaf gefunden.

Der nächste Morgen begann dann aber leider mir einigen Hindernissen. Eigentlich hatte ich vor gehabt, nach einem frühen Frühstück und einem kleinen CITO-Einsatz eine Fahrrad-/Cachetour entlang der Blau zu radeln. Aber zum einen steckete der Brötchenlieferant auf einer wg. Unfall gesperrten Autobahn fest und zum anderen war mein GPSr nicht mehr auffindbar. Am Vortag hatte es mich noch hier hoch geführt und dann habe ich es entweder auf dem Gelände des FORTs verloren oder womöglich in der Freude über die Ankunft auf dem Fahrradlenker stecken lassen. Trotz ausgelobten Finderlohns (eine unaktivierte Coin von Ernie) ist das gelbe eTrex H bislang nicht wieder aufgetaucht.

Auf jeden Fall hatte ich nun viel Zeit, da ja mit dem Navi auch der Track der Radtour und die Caches am Wegesrand weg waren und mein Zug erst am Abend fuhr. Also konnte ich mich nach dem Eintreffen der Brötchen mit voller Hingabe dem CITO-Event witmen. Viele Hände haben mit angepackt, das FORT von den Spuren des Event wieder zu befreien: Bierbanke verschiedener Verleiher richtig herum auf die Paletten stapeln, Bauzäune abbauen, Kabel einrollen, Müll einsammeln usw.

Um dann aber doch noch etwas Muße zu genießen, hab ich mich am Nachmittag im Fischerviertel vor dem Cafe Münz niedergelassen und bei Kaffee und Kuchen diverse Cachergruppen beobachtet, wie sie bei vollem Getümmel den dortigen Cache bergen. Für eine kleine Fahrradtour an der Donau entlang war dann auch noch genug Zeit. Ohne Navi war das wie in früheren Zeiten, als ich noch keine Ahnung hatte, dass da überall Dosen herumliegen und einem am Vorankommen hindern.

Ich bin schwer beeindruckt von der Leistung der Organisatoren. Ihr habt etwas großartiges auf die Beine gestellt. In einer tollen Kulisse habt ihr mit vielen Ideen eine wunderschöne Eventstimmung gezaubert und es ist euch gelungen, die Eventbesucher am Ort zu halten. Auch hätte ich ohne euch nicht Ulm kennengelernt und beschlossen bald mal wieder zu kommen, vielleicht zum Schwörmontag (Tipp vom Lagerfeuer) und/oder um den Ulmer Untergrund näher zu untersuchen.

Zurück zu hause hatte ich dann auch endlich die Muße, die Event-Coin näher zu betrachten. Die ist echt schön geworden, aber von den nach Plastik stinkenden Band und Säckchen habe ich mich ganz schnell getrennt.

Ganz großes DANKESCHÖN!

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